Typen des Lebenslaufs

Es gibt verschiedene Lebenslaufstypen. Für welchen Typ sich der Bewerber entscheidet, dass hängt davon ab welche Aspekte er in seinem Lebenslauf betonen will. Alle Personen haben einen unterschiedlichen Werdegang und deswegen sind auch die CVs dementsprechend angepasst.

Die Unterschiede beschränken sich nicht nur auf Verschönerungsmaßnahmen, wie die Farbe oder die Form. Sie sind vielmehr strukturelle Änderungen und inhaltliche Verschiebungen, um bestimmte Daten zu betonen.

Die richtige Form zu wählen und ein gutes Bewerbungsanschreiben zu verfassen, sind die Vorraussetzung für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Du solltest also die Auswahl von deinem Profil abhängig machen, von deiner Berufserfahrung, deiner akademischen Ausbildung und deinen besonderen Fähigkeiten. Wenn du dich ersteinmal entschieden hast welche Form des Lebenslaufs du bevorzugst, dann kannst du dir eines unserer Muster und Beispiele als Anleitung anschauen.

Verschiedene Formen und Typen des Lebenslaufs

Tabellarischer Lebenslauf

Der Tabellarische Lebenslauf ist in Deutschland am weitesten verbreitet. Auf der linken Seite sind die Daten zu finden und auf der Rechten die korrespondierenden Tätigkeiten. Der tabellarische Lebenslauf bündelt alle wichtigen Informationen und gibt einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten in deinem profesionellen Leben. Die persönlichen Fähigkeiten sind allerdings ein Wenig in den einzelnen Karriereschritten versteckt. Neben dem Inhalt kommt es bei einem tabellarischen Lebenslauf auch stark auf die Übersichtlichkeit und das Design an. Die einzelnen Sektionen sind meist zu Themengebieten gebündelt. Diese sind chronologisch oder rückwärts chronologisch zu ordnen.

Chronologischer Lebenslauf

Der chronologische Lebenslauf, auch als deutsche Variente bekannt,  sortiert die einzelnen Eckdaten in zeitlicher Reihenfolge. Diese ist geignet für Schüler und Uniabsolventen, die noch über wenig Berufserfahrung verfügen. Zu jeder aufgeführten Tätigkeit sollten der Name und der Standort des Arbeitgebers, Dauer der Beschäftigung, Berufsbezeichnung, Verantwortungsbereiche und gegebenenfalls auch Erfolge aufgeführt werden.

Rückwärts Chronologischer Lebenslauf

Diese Abwandlung des chronologischen Lebenslaufs, auch als retrograder chronologischer Lebenslauf oder als „Amerikanischer“ bekannt, ist am Häufigsten praktiziert, da sie die aktuelle Tätigkeit (und damit die relavanteste) an erster Stelle nennt. Diese Variante ist besonders geeignet für Personen mit viel Berufserfahrung, aber auch für Young Profesionels und Personen, die ihre aktuelle Tätigkeit hervorheben wollen. Normalerweise beginnt man in Deutschland mit den Berufserfahrungen und schriebt erst dann über die akademische Laufbahn, aber die Struktur kann auch individuell angepasst werden, wenn zum Beispiel der Abschluss im Vordergrund stehen soll.

Ausführlicher Lebenslauf

Der Ausführliche Lebenslauf ist handschriftlich verfasst, sehr ausführlich und nur noch sehr selten gebraucht. Er sollte nur auf spezielle Anfrage ausgearbeitet werden.

Funktionaler Lebenslauf

Der funktionale Lebenslauf rückt die persönlicher Fähigkeiten in den Vordergrund. Im funktionalen Lebenslauf ordnen Sie Ihre Leistungen und Berufserfahrung in Bezug auf Fachwissen, Funktion und Verantwortungsbereiche. Die zeitliche Einordnung gelangt in den Hintergrund. Man kann also Schwerpunkte auf die Erfahrungen legen, die einen besonders geprägt haben oder die besonders relevant für den nächsten Job sind. Er muss also für jede Bewerbung individuell verfasst werden. Diese Form des Lebenslauf ist allerdings nicht so üblich und löst deswegen unter Umständen Mißtrauen (Vertuschung von Lücken o.Ä.) bei den Personalern aus.

Zielgerichteter Lebenslauf

Der zielgerichtete Lebenslauf ist eine Mischung aus dem Funktionalen und dem Chronologischem Lebenslauf. Er beschreibt erst die Fähigkeiten in einem beeindruckenden Text und geht dann auf die Tätigkeiten in rückwärts gerichteter Chronologie ein. Ein zielgerichteter Lebenslauf kann sehr überzeugend wirken, wenn er gut ausgearbeitet ist, da Fähigkeiten und Tätigkeiten in gleicher Weise betont werden.